Unter dem Motto „Erzbistum mitgestalten“ befindet sich das Erzbistum Bamberg in einer Phase der pastoralen und administrativen Neuausrichtung. In diesem Zusammenhang wurden zum September 2019 alle Pfarreien und Kuratien mit deren Filialen Seelsorgebereichen zugeordnet. In Fortführung des Bistumsprozesses und zur weiteren Ausgestaltung und Weiterentwicklung geht es nun darum, den Gebäudebestand im Blick auf die pastorale Neuausrichtung und der sich verändernden Finanzlage kritisch zu prüfen sowie den Bedürfnissen und Möglichkeiten anzupassen. Der vorhandene Immobilienbestand in der Erzdiözese Bamberg kann mit den momentan zur Verfügung stehenden sowie den zukünftig zu erwartenden finanziellen Mitteln langfristig nicht gehalten und unterhalten werden. Es bedarf einer strukturellen Reform des Gebäudebestandes auf der Ebene jedes Seelsorgebereiches. Jede Entscheidung eines Gebäudeeigentümers im Hinblick auf die Gebäude soll dabei berücksichtigen, welchen Gebäudebestand die Pastoral im Seelsorgebereich zukünftig benötigt.
Das Erzbistum Bamberg wird künftig auf Grund des Rückgangs finanzieller Mittel nicht mehr in der Lage sein, den Unterhalt aller kirchlichen Gebäude finanziell und personell zu unterstützen. Jeder kirchliche Gebäudeeigentümer ist aufgerufen, sich intensiv mit der Frage zu beschäftigten, welche Gebäude künftig für eine Pastoral vor Ort wirklich notwendig und mit den zur Verfügung stehenden und den erwarteten Finanzmitteln leistbar sind.
Ziel ist es, pro Seelsorgebereich gemeinsam mit Haupt- und Ehrenamtlichen vor Ort ein nachhaltiges Gebäudekonzept zu erarbeiten.